Veneers

In diesem Blogbeitrag bekommst Du einen Überblick über das Thema Veneers.

Du überlegst, ob Veneers etwas für Dich sind? Dann findest Du hier die passenden Antworten.

 

Ein sympathisches Lächeln wirkt wie ein positives Signal auf unsere Mitmenschen. Es vermittelt Offenheit, Freundlichkeit und Selbstsicherheit. Veneers können Dein Lachen optimieren.

 

Veneer ist das englische Wort für Furnier. Es sind hauchdünne Verblendschalen, die mit einem Spezialkleber auf den Zahn geklebt werden.  

 

Die ersten Veneers kamen 1930 in Hollywood zum Einsatz. Diese waren allerdings aus Kunststoff.  Da es noch keine modernen Kleber gab, mussten sie mehrmals täglich erneuert werden.

 

Heute werden Veneers zum größten Teil aus dentalen Keramiken hergestellt. Hierbei handelt es sich um Feldspat- oder Silikatkeramiken. Diese Materialien sind sehr haltbar und verfärben sich nicht. Gut gemachte Veneers lassen sich von einem natürlichen Zahn nicht unterscheiden. 

 

 

Welche Arten von Veneers gibt es?

 

Konventionelles Veneer

 

Das klassische Veneer ist ca. 1mm dick. Hierfür wird die Außenfläche des Zahnes etwas abgeschliffen. Dafür bekommst Du meist eine örtliche Betäubung. 

Im Anschluss nimmt der Zahnarzt eine Abformung. Damit stellt der Zahntechniker ein Modell her. Auf diesem wird dann Dein ganz individuelles Veneer gefertigt.

 

Die klassischen Veneers eignen sich zum Kaschieren von dunklen, verfärbten Zähnen. Fehlstellungen können damit sehr gut korrigiert werden.

 

Non-präp Veneer

 

Bei dieser Variante wird der Zahn nicht abgeschliffen. Daher ihr Name. Eine Betäubung der Zähne ist nicht notwendigSomit gilt die Behandlung als schmerzfrei. Es wird lediglich eine Abformung genommen.

Die Verblendschalen haben eine Stärke von 0,3-0,6 mm. 

 

Unter Lumineers findet man ein patentiertes Verfahren aus den USA. Hierfür wird eine spezielle Keramik des Herstellers verwendet. Die Schalen werden auch nur in den USA gefertigt. Im Prinzip ist es jedoch ein Non-präp Veneer. Der Rest ist Marketing und Namensrecht.

 

Non-präp Veneers eignen sich zum Schließen von Zahnlücken. Defizite in der Zahngröße lassen sich sehr gut ausgleichen.

Durch die geringe Stärke eignen sie sich jedoch nicht bei starken Verfärbungen, da sie diese nicht abdecken können. 

 

Direktes Veneer / Veneer to go

 

Hier gibt es zum Einen vorgefertigte Verblendschalen aus Komposit. Das ist eine Materialmischung aus Kunststoff und Keramik, welche direkt auf den Zahn aufgeklebt wird und durch Beschleifen in Form gebracht wird. Diese Technik ist natürlich nicht so individuell in Form und Farbe. 

 

Die zweite Variante ist, dass der Zahnarzt Deinen Zahn im Mund schichtweise mit Komposit aufbaut.

Die Schichten werden jeweils mit einer UV-Lampe gehärtet. Hiermit können, je nach Geschick des Zahnarztes, tolle Ergebnisse erzielt werden. 

Diese Variante würde ich empfehlen, wenn kleine Lücken geschlossen werden sollen oder um abgebrochene Kanten zu erneuern.

 

Direkte Veneers sind die günstigste Variante, da sie nicht so aufwendig in der Herstellung sind. Es ist nur eine Sitzung in der Zahnarztpraxis notwendig. Daher der Name "Veneer to-go".

Jedoch ist Komposit nicht so langlebig wie Keramik und kann sich mit der Zeit verfärben.

 

 

Lücken schließen, Zähne verlängern, Verfärbungen verdecken 

 

Mit Veneers kannst Du -zahnschonend- die unterschiedlichsten Schönheitsfehler kaschieren. Sie eignen sich gut zum:

 

  • Schließen von Zahnlücken
  • Verlängern von Zähnen
  • Verschönern von unregelmäßigen oder unförmigen Zähnen
  • Abdecken von leichten bis mittleren Verfärbungen
  • Kaschieren von Zahnfehlstellungen 
  • Aufbauen von abgebrochenen Ecken
Hier findest Du einige Vorher-Nachher-Bilder

 

 

Für wen eignen sich Veneers nicht?

 

Veneers eignen sich nicht, wenn Du stark knirschst (hier kann Dir evtl. eine Schiene helfen). Auch Zähne mit Kariesbefall oder großen Füllungen müssen vorbehandelt oder mit Kronen versorgt werden.

 

 

Planung

 

Bevor Du Dich für Veneers entscheidest, solltest Du Dich gut beraten lassen. Lasse Dir Vorher-Nachher-Bilder zeigen, um zu sehen, ob Dein Zahnarzt Erfahrung mit Veneerversorgungen hat.

Bei größeren Veränderungen ist es wichtig, dass Fotos und eventuell ein Video gemacht werden. Damit kann der Zahntechniker die neuen Zähne im Bezug zu Deiner Mimik, Aussprache und Deinem Typ planen. 

Ebenso sollten Modelle zur Analyse gemacht werden. Auf diesen wird mit Wachs die Form Deiner neuen Zähne erarbeitet. 

Mit einem Mock-up lässt sich die Planung in den meisten Fällen bei Dir im Mund anprobieren. So bekommst Du vor Beginn ein Gefühl dafür, wie es einmal aussehen könnte. Das ist ganz wichtig, denn so kann kontrolliert werden, ob die Zähne zu Dir passen; ob du z.B. Probleme mit der Phonetik hast oder die Zähne zu lang wirken. Erst dann sollte die Behandlung starten. Es wird schließlich, meist gesunde, Zahnsubstanz unwiederbringlich abgeschliffen.

 

 

Was kosten Veneers?

 

Wieviel Veneers kosten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Herstellungsmethode und der damit verbundene Aufwand, das Material und der Herstellungsort spielen eine Rolle. Es gibt Schalen, die aus einer Keramik gepresst und nur noch etwas bemalt werden. Ebenso gibt es Veneers, welche in mehreren Schichten aufgebaut und mehrmals in einem Brennofen gebrannt werden. 

Ein weiterer Faktor ist das Zahnarzthonorar. Der Zahnarzt kann die Preise für seine Leistung selbst kalkulieren. Evtl. Vorverhandlungen haben ebenfalls einen Einfluss auf den Preis.

 

Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung bezuschussen, wird individuell entschieden. Wenn es sich um eine rein ästhetische Versorgung handelt, musst Du die Kosten selbst tragen. Auch Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten nicht immer. Das hängt ganz von dem gewählten Tarif ab.

 

Die Kosten sind sehr individuell. Am besten lässt Du Dich ausführlich beraten und Dir einen unverbindlichen Kostenvoranschlag erstellen.

Ganz grob kannst Du mit folgenden Kosten rechnen:

 

Konventionelles Veneer             800-1500€

Non-präp Veneer                           700-1000€

direktes Komposit Veneer         350-400€

 

 

Wie lange halten Veneers?

 

Die Haltbarkeit von Veneers hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ganz wichtig dabei ist das Verkleben im Mund. Die Klebung muss trocken durchgeführt werden, was im feuchten Mund sorgfältig sichergestellt werden muss. 

Gerade Non-präp Veneers sind hauchdünne Schalen, die man zwischen zwei Fingern zerbrechen kann. Durch die Verklebung mit dem Zahn bekommen diese ihre Stabilität. 

Die Keramik verhält sich hierbei wie der natürliche Schmelz. Beide haben die gleiche Festigkeit (bei Verwendung z.B. einer Feldspatkeramik). Durch den Verbund des Zahnschmelzes mit dem elastischen Dentin sind unsere Zähne an der Oberfläche unheimlich fest und der Zahn an sich elastisch.

 

Mit einem Veneer kannst Du das machen was Du mit Deinen eigenen Zähnen auch machen kannst. Ebenso kann Dir, wie bei Deinen natürlichen Zähnen, etwas abbrechen wenn Dir z.B. eine Flasche dagegen knallt.

 

In der Regel sind Veneers 10-15 Jahre haltbar. Häufig halten sie sogar länger. 

Es gibt Statistiken, die sagen, dass 2% der Veneers in den ersten 6 Jahren und eines von zehn in 10 Jahren ausgetauscht werden muss.

 

 

Unsere Erfahrungen mit Veneers

 

Wir haben in unserem Alltag sehr gute Erfahrungen mit Veneerversorgungen gemacht. Unsere Kunden sind begeistert und viele sagen, "wenn ich gewusst hätte wie toll das wird, hätte ich mich schon früher dafür entschieden". Ganz wichtig ist dabei eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Also Zahnarzt, Zahntechniker und natürlich dem Patienten. Nur so ist ein Ergebnis zu erreichen, das alle begeistert.

 

 

Alternativen zu Veneers

 

Je nach Situation gibt es Alternativen zu Veneers. Bei leicht verfärbten Zähnen kann evtl. ein Bleaching in Frage kommen. Falls Du eine Zahnfehlstellung hast, die Dich stört, solltest Du Dich von einem Kieferorthopäden beraten lassen. Auch vollkeramische Kronen sind absolut unauffällig und besitzen eine große Haltbarkeit.  


 

Blogger Zahntechnikermeister Markus Bongartz

  • Ausbildung zum Zahntechniker 1996-2000
  • Beste Meisterprüfung Deutschland 2010
  • 1. Platz beim PEERS Implantat-Prothetik-Preis
  • 3. Platz beim internat. Goldenen Parallelometer
  • aktives Mitglied der DGÄZ (Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin)

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